Folge 1: Nicht pefekt. Nur klar.

Shownotes

In der ersten Folge von Zwischen Seele & Schnauze spreche ich über Verantwortung, Intuition und die Klarheit, die entsteht, wenn man aufhört, sich selbst auszuweichen.

Die letzten Jahre haben mich nicht perfekter gemacht – sondern klarer. Über Begegnungen, Entscheidungen und den Mut, sich selbst ehrlich zu begegnen.

Es geht nicht darum, alles zu fühlen und nichts zu tun. Sondern darum, Tiefe zuzulassen und trotzdem handlungsfähig zu bleiben.

Zwischen Seele & Schnauze heißt: Tiefe fühlen. Klar stehen. Und weitergehen.

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00:00:01: Spiritualität ohne Boden interessiert mich nicht und Führung ohne Herz.

00:00:06: Und Liebe auch nicht!

00:00:09: Ich bin nicht hier und mache diesen Podcast, weil ich glaube das ist den hundertsten Podcaster, den zwanzigsten Speaker und den achtzigsten Coach braucht.

00:00:17: Ich habe ihn noch nicht gestartet, weil alles verstanden habe und auch nicht, weil mein Leben perfekt sortiert ist.

00:00:24: Ich starte ihn, weil in meinem Prozess der letzten Jahre gemerkt und verstanden der Anfang von allem ist.

00:00:34: Und diese Erkenntnis kam nicht leicht.

00:00:38: Die letzten drei Jahre waren bei mir kein hübscher Entwicklungsweg, es waren schlaflose Nächte ,es war ein inneres Ziehen, es war viele Zweifel Es waren Gedanken die sich gekreist haben aber auch ganz viel mein Bauch der schon längst etwas wusste Aber ich mich nicht getraut habe ihm zu glauben weil der Verstand viel lauter war.

00:01:05: Es gab Abende und Tage, da war ich stark für alle aber innerlich komplett erschöpft.

00:01:11: Und genau da beginnt deine Intuition Nicht in Sicherheit sondern im Ringen In den Zweifeln, in den Gedankenspiralen.

00:01:22: Ich habe lange gedacht Intuition bedeutet neuer.

00:01:25: mal weiß es halt einfach.

00:01:27: Heute weiß ich hab' ich für mich lernen dürfen, Intuition ist ein Muskel.

00:01:33: Wenn du damit anfängst oder sagst, ich möchte lernen intuitiv zu sein dann darfst du anfangen ihn zu trainieren.

00:01:38: und ich musste meinen erst wieder trainieren.

00:01:42: Mein Bauch hat schon immer Dinge früher gespürt als mein Verständnis es akzeptieren wollte.

00:01:49: Und da habe ich ganz klar gelernt dass Angst brutal laut schreit aber Wahrheit ganz leise flüstert.

00:01:58: und so einen Unterschied lernst Du nicht durch Bücher durch Coaches und Speaker.

00:02:04: Du lernst es, wenn du durch Dinge durchgehst, die du dir nicht ausgesucht hättest.

00:02:10: Und wenn du mich jetzt fragst ob ich mir diesen Weg aus gesucht hätte um Gottes Willen?

00:02:13: Nein!

00:02:14: Ich hätte das auf keinen Fall unterschrieben.

00:02:17: aber jetzt sitze ich hier und kann sagen... ...ich würde ihn auch nichts mehr zurückgeben.

00:02:23: Ich dachte immer ich muss fertig sein.

00:02:24: Fertig sortiert, fertig entschieden, fertig klar, fertig verbunden.

00:02:29: Spoiler Alarm, du wirst nicht fertig.

00:02:32: Aber du bist bewusster und Bewusstsein heißt einfach, ich fühle etwas.

00:02:38: Ich weiß auch noch nicht was ich damit mache aber ich nehme es einfach mal an!

00:02:41: Ich lasse das mal bei mir.

00:02:44: Bei mir war ein großer Punkt der Schritt aus der sicheren Anstellung in die Selbstständigkeit Und nein, das war kein spontaner Mutakt.

00:02:53: Das war ein ganz langes leises aber konstantes Ziehen in mir Dieses wiederkehrende Gefühl von du passt hier nicht mehr rein.

00:03:02: Es war nie laut, nie dramatisch aber behalig.

00:03:07: Und ich habe Monate lang gerechnet, ich hab Zahlen geprüft... Ich hab gewusst wenn ich in die Selbstständigkeit gehe hey Deutschland steuer willst du haben.

00:03:15: und ich wusste es ist weniger Glanz und Ruhm und Ehre und mehr Verantwortung!

00:03:21: Und ich hab die Sicherheit losgelassen nicht weil ich keine Angst mehr hatte in dem Moment sondern weil ich einfach für mich in mir gespürt habe dass sich das wegbleiben schwerer anfühlt als zu gehen dieser unsichere Schritt ehrlicher als einem perfekt geplaneter Stellstand.

00:03:44: Und dann gab es zum Beispiel auch eine Begegnung in meinem Leben, ja vielleicht kennst du so eine Situation die man nicht planen kann und die auch in kein Schema passt?

00:03:54: So eine Situation wo dir jemand gegenüber sitzt, du guckst dich das erste mal und denkst da bist du ja!

00:04:00: So eine Person, die dich plötzlich wieder mit einem Teil von dir verbindet den du längst als vernünftig einsortiert hast.

00:04:08: Ich kann sagen Etwas in mir ist nicht nur wach geworden, sondern es ist zurückgekommen.

00:04:14: Und das ist nicht die Person, die mich verändert hat, sondern dass was diese Bewegung, diese Begegnungen in mir berührt hat.

00:04:22: Diesen Teil von mir der Rohe ist ungebändig lebendig und nicht angepasst, nicht geschniegelt, nicht perfekt, sondern echt einfach echt und pur!

00:04:34: Ich glaube, dass nicht jeder im Leben so eine Begegenung bekommt und noch weniger erkennen sie als Geschenk wenn Sie das Glück haben zu begegnen.

00:04:41: Das sind vielleicht kennst du es.

00:04:43: Vielleicht hast du das große Glück, einmal diese Person getroffen zu haben und dir gedacht ja da bist du ja!

00:04:49: Als hätte man sich als Seele versprochen sich in jedem Leben wiederzufinden um ins Wachstum zu bringen.

00:04:55: Solche Momente fühlen sich nie leicht an.

00:04:57: sie sind intensiv Sie fordern sie stellen Fragen im Kopf auf die du keine schnellen Antworten hast Und sie holen dich komplett aus der Komfortzone deiner Rollen.

00:05:09: Aber... ...sie führen dich in deinen innersten Kern Und das ist nicht romantisch.

00:05:15: Das ist radikal ehrlich!

00:05:18: Diese Begegnung hat mir absolut nichts genommen, sie hat mir etwas zurück gegeben.

00:05:23: Mich?

00:05:24: Nicht als Funktion, nicht als Rolle sondern als lebendiges fühlendes kraftvolles Wesen.

00:05:33: und die eigentliche Arbeit begann dann erst.

00:05:36: Die beginnt nicht im Außen Sondern im Innern Bedingungslos nur in dir.

00:05:44: Mittlerweile bin ich überzeugt dass bei sich ankommen heißt Nicht alles nach Außenschreit und auslebt, sondern es heißt alles zu fühlen.

00:05:53: Und bewusst zu wählen.

00:05:55: Genau darin lag mein Wachstum.

00:05:59: Dann kommen Sätze von außen vielleicht.

00:06:01: Hast du das auch schon mal an einer Stelle erlebt?

00:06:04: Da sagt jemand Du musst es loslassen!

00:06:06: Ja okay aber wie verdammt lässt man denn etwas los dass sich nicht falsch anfühlt?

00:06:11: Kein Mensch niemand erklärt dir das.

00:06:13: kein Coach dieser Welt erklärte das Los lassen ist kein Knopf kein Ritual Mantra.

00:06:20: Loslassen heißt auch nicht, nichts mehr zu fühlen!

00:06:23: Loslassen heisst.

00:06:25: ich höre auf meine Würde an eine Antwort zu knüpfen.

00:06:31: und glaub mir das klingt reifer als es sich anfühlt.

00:06:36: Manchmal fühlt sich das an wie so ein Ziehen im Bauch, wie Lehre am Abend, wie du sitzt da in Ruhe endlich in ruhe angekommen und du denkst dir Ich hätte es so gerne anders gehabt.

00:06:52: Und ich hatte nie diesen einen Moment, in dem alles plötzlich anders oder vorbei war.

00:06:57: Es gab viele kleine Momente, in denen ich gemerkt habe Ich verliere mich einfach nicht mehr selbst.

00:07:04: Zum Beispiel jemand Du willst was sagen aber du schreibst nicht impulsiv.

00:07:10: Du handelst nicht aus Unruhe.

00:07:12: Jemand ärgert dich und du eskalierst nicht.

00:07:14: Es geht darum nicht mehr zu fliehen und auch nicht zu klammern.

00:07:18: Das ist das Wachstum.

00:07:20: Das ist nicht spektakulär.

00:07:21: Es ist nicht sichtbar aber zutiefst formend.

00:07:26: Und da möchte ich eben rein, wo ich gespürt habe dass es mir zu eng wird.

00:07:31: viele Menschen sind gefangen in ihren Rollen die Rolle der Angestellten weil sie gibt dir Sicherheit.

00:07:37: als Unternehmerin wird von die Stärke erwartet.

00:07:40: Die Rolle des Ehepartners, weil das gehört sich so in Deutschland Du musst heiraten, du musst ein Haus bauen, du muss Kinder kriegen und Hund kaufen!

00:07:47: Und die Rolle de Mutter Weil kleine Seelen uns gewählt haben weil sie sicher sind dass du der Mensch bist der sie perfekt durch dieses Leben bringt Und es ist keine Wertung und überhaupt nicht negativ gemeint.

00:07:57: Rollen geben Struktur, aber manchmal können sie auch ein goldener Käfig sein von außen glänzend perfekt stabil und sicher.

00:08:06: Aber innen ist es eng dass du dich einfach in dir und genauso was bei mir so spürst Ich bin aus diesem Leben rausgewachsen und bisschen gemeinder an ist das Man sehr gut darin funktionieren kann dass man sehr bewundert werden kann sehr stark sein kann Aber es fühlt sich trotzdem im Kern nicht nach dir an.

00:08:27: Und man merkt oft erst, dass das ein Käfig war.

00:08:31: wenn das eigene Innere anfängt dagegen zu drücken Wenn dein Bauch nicht mehr ruhig bleibt Wenn deine Seele nicht mehr mitspielt Wenn du beginnst Zu spüren Dass du deine Rolle zwar perfekt spielst aber dich selbst darin nicht wiederfindest Deinen Innerstes deinen wahren Kern Das was Du bist und wenn du wirklich hörst auf dein innerstes zu hören So wie ich, dann fangen da die Masken an zu bröckeln.

00:09:00: Ich wollte nie rebellieren sondern ich wollte einfach nicht mehr unecht sein und ich kann euch sagen das ist unbequem.

00:09:10: Denn als ich meine Masken abgenommen habe gab es keinen Applaus mehr für das perfekte Spiel.

00:09:17: aber es gab was anderes und zwar Wahrhaftigkeit Und plötzlich haben sich Dinge auch energetisch komplett für mich gefügt und sind viel besser geworden als zuvor.

00:09:29: Ich wollte für mich nicht länger die perfekte Rolle erfüllen.

00:09:31: Ich wollte wissen, wer ich wirklich im Kern darunter bin?

00:09:34: Wer ist die rohe echte Ina wirklich?

00:09:37: Zwischen Pflicht und Feuer zwischen Sicherheit und Sehnsucht zwischen Erwartung und Wahrheit?

00:09:44: Und ich glaube Wachstum bedeutet Nicht eine Rolle zu verlassen sondern die Rolle zu tragen aber bewusst und so dass du sie wählst und einen inneren Kern doch nicht verlässt.

00:09:59: Und vielleicht ist genau das der Punkt.

00:10:02: Bevor du andere führen kannst, darfst du aufhören dich selbst in Rollen zu verlieren.

00:10:09: Ich für mich habe gelernt und es war ein harter Weg mich zuerst selbstzuführen.

00:10:14: Selbstführung heißt in dem Fall auch nicht dass ich alles im Griff hab um Gottes Willen.

00:10:18: Selbstführungen heißt Dass sich bei mir bleibe Auch wenns innerlich unruhig wird.

00:10:23: Es heisst doch Nicht dass ich perfekt bin Für meine Menschen aber ich Bin ehrlich und ich habe mein Herz und die Liebe immer Im Gepäck.

00:10:31: erst dann wurde meine Führung klar.

00:10:34: Ich habe das große Glück, dass ich seit Jahren Menschen führen darf und ich habe gelernt sie brauchen keine perfekte Führungen, sie brauchen eine klare, eine die echt ist.

00:10:46: Und Klarheit beginnt nicht im Business.

00:10:49: Sie beginnt im Innern und zwar in deinem.

00:10:52: Sie beginn in Gesprächen die unbequem sind du aber trotzdem sitzen bleibst am Tisch In Momenten in denen du überhaupt keinen Bock hast es zu machen Aber trotzdem nicht wegläust in denen man bleibt, obwohl man keine Kraft hat.

00:11:07: Und viele sagen zu mir ich bin ruhiger geworden aber... Ich bin nicht ruhig geworden!

00:11:12: Ich bin präziser geworden!

00:11:14: Aber auch nicht aus Stein!

00:11:17: Ich fühle unglaublich intensiv und denke immer noch viel und ich zweifle auch mal na klar!

00:11:22: Ich hinterfrage Dinge!

00:11:25: Aber ich nehme alles an was mir gegeben wird und fühle mich durch und ich bleib trotzdem stehen.

00:11:33: Ist das was mich ruhig macht, dass ich keine Garantie mehr brauche um mich zu bewegen?

00:11:38: Weil ich sehr genau spüre, was mich bewegt.

00:11:41: Und... Ich für mich weiß!

00:11:43: Ich will kein perfektes Leben.

00:11:45: Ich will ein Bewusstes und genau dieses Bewusste heißt für mich, ich will dieses Feuer fühlen aber ohne einen Flächenbrand auszulösen.

00:11:55: Ich möchte verbunden sein ohne mich dabei zu verlieren.

00:11:59: Ich möcht es Sehnsucht spüren ohne meine Würde abzugeben und ich möchte auch Rollen tragen aber ohne darin zu verschwinden.

00:12:07: Und vielleicht ist mein Kern auch nicht nur Klarheit, vielleicht ist Mein Kern Energie, Intensität, Lebendigkeit und diese Intensität in mir war noch nie bequem.

00:12:21: Sie hat mich mein ganzes Leben herausgefordert konfrontiert und letztendlich in meinem Prozess hat es mich gezwungen ehrlich mit mir selbst zu sein Nicht laut, nicht dramatisch aber konsequent und meine Aufgabe und da bin ich sehr dankbar dafür, ist nicht mehr weniger davon zu sein sondern einfach bewusst damit umzugehen.

00:12:44: Dass sich nicht alles was ich will sofort auslebe und eskaliere aber auch nichts mehr zu unterdrücken.

00:12:52: Es heißt dass ich bei mir bleibe Auch wenn es innerlich brennt.

00:12:57: Und ja wir wollen alle verbunden sein Aber es geht nicht darum perfekt verbunden zu sein Sondern echt und dabei handlungsfähig zu bleiben.

00:13:09: Zwischen Seele und Schnauze heißt, du sollst tiefe fühlen bedingungslos.

00:13:14: Du darfst aber trotzdem klarstehen und weitergehen – genau da!

00:13:19: Und hier beginnt dieser Raum.

Kommentare (6)

Agathe

Ina- ich fühle mich, als hättest du viele meiner Gedanken der vergangenen Wochen „gelesen“ & für mich ausgesprochen…. Ich lieb Deine Art Deine Gefühle in Worte zu fassen & es gibt mir gerade einen absoluten Kick … mich weiter auf den Weg zu machen… Ängste und Hürden als Chancen zu sehen seinen Focus immer wieder neu auszurichten! DANKE dafür & alles was dadurch entstehen mag ❤️

Marion Steindorf

Oh liebe Ina - einfach so tief, so echt, es ist so zu fühlen. Geh weiter. Zeig weiter Schnauze & Seele. Viel Glück dabei. Danke 💌

Tine Scholl

Liebe Ina, so toll❤️❤️❤️ Danke für deine Worte 🫶🏻🫶🏻

Jasmin

Toll Ina. Du kannst mega stolz auf dich sein liebe grüsse

Ich

Du sprichst mir aus der seele ❤️ genau das mache ich auch durch.

Carmen Ungerer

Oh mein Gott....du sprichst mir aus dem Herzen. Schön das anzuhören. Danke für deine Worte. ❤️

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